Kinderfilm: „Pettersson und Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt“

Immer wieder möchten wir Euch an dieser Stelle Kinderfilme vorstellen – und zwar so genau, damit Ihr genau wisst, ob das schon was für Eure Kinder ist oder nicht. Denn wie oft hat es uns selber gestört, wenn im Film ein derart übertriebener Bösewicht vorkam, dass die Kinder danach ein halbes Jahr lang nicht mehr ins Kino gehen wollten! Für die Eltern wird hier gespoilert – damit die Kinder ein schönes Kinoerlebnis haben.

Diesmal: „Pettersson und Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt“. Die Figuren gibt es seit gut 30 Jahren – der Schwede Sven Nordqvist hat sie erfunden. Pettersson ist ein älterer Mann, der alleine lebt. Findus ist seine Katze, die eine Hose trägt und sprechen kann. Es gibt eine gleichnamige Zeichentrickserie und vor einigen Jahren gab es auch einen Kinofilm, eine deutsche Produktion. Jetzt ist der zweite Kinofilm gestartet – ein Weihnachtsfilm. Der Film ist ein Realfilm, die Katze dagegen natürlich animiert.

pettersson-stefan-kurt-umarmt-kater-findusInhalt:
Es geht um die Tage vor Weihnachten. Findus fiebert auf den großen Tag hin, stellt sich vor, wie es sein wird, und möchte das „schönste Weihnachten überhaupt“ erleben. Mit Freunden und Freude. Doch dann verletzt sich Pettersson am Fuß – und kann weder einkaufen gehen noch einen Baum fällen. Hungernd sitzen die beiden Freunde zu Hause – und werden immer trauriger. Noch schlimmer ist allerdings, dass Pettersson die Hilfe seiner Nachbarn nicht annehmen kann – er möchte ihnen keine Arbeit machen. Das macht Findus besonders wütend.

Das Ende: Natürlich ein Happy End mit viel Gesang und Freude. Denn die Nachbarn überraschen Pettersson und Findus und bringen Essen, Geschenke und Freude mit.

Unsere Einstufung: Der Film ist ab 4 Jahren geeignet.

bild-01Die FSK gibt ein „0“ und begründet: „Der Film ist kindgerecht gestaltet und hat keine negativen oder bösen Figuren, die Vorschulkinder ängstigen könnten. Vereinzelt gibt es etwas rasantere Szenen (z.B. eine Schlittenfahrt) und sanft dramatische Momente (ein ins Haus drängender Schneesturm), die aber kurz gehalten sind und bei denen die Figuren nie ernsthaft in Gefahr geraten. Die zahlreichen humorvollen Szenen sorgen zudem für ausreichenden Ausgleich. Eine Überforderung steht daher auch bei den jüngsten Zuschauern nicht zu befürchten.“

Problematische Szenen für schwache Kinderseelen: Es gibt eine Szene, in der einige Kinder im Kino weinten – die kleinsten. Dabei fährt Findus mit Skiern und gerät auf einen gefrorenen See. Er schlittert auf ein Loch im Eis zu und fällt hinein – nur mit den Skiern hängt er an der Oberfläche fest, der Kopf hängt in Richtung Eiswasser. Wird er gerettet werden? Natürlich. Die Szene ist relativ kurz, aber für ganz kleine Kinder dann doch beängstigend.

Die Machart: Zauberhaft. Mit viel Liebe zum Detail wird eine traumhafte Winterlandschaft auf die Leinwand gehext. Überall gibt es was zu entdecken, viele Tiere tummeln sich am Bildrand und die Requisiten sind grandios.

Der Trailer:

Sendung mit der Maus Spezial in der ARD Mediathek

In der ARD Mediathek könnt Ihr ab heute noch zwei Wochen lang „Die Sendung mit der Maus Spezial: Vom Glück des Lebens“ abrufen. In einer außergewöhnlichen und sehr persönlichen einstündigen „Sachgeschichte“ begleitet das Maus-Team ein Baby auf seinem Weg ins Leben. Mit Hilfe modernster Aufnahmetechnik gelingt es, die Erlebnisse des neuen Menschen schon im Bauch seiner Mutter zu zeigen.
Zu finden unter:
http://bit.ly/1ai9tbC

Kinderfilm-Check: Ich – Einfach unverbesserlich.

Ich. Einfach unverbesserlich.Der Film: Ich – einfach unverbesserlich. Animation, 2010.

Der Inhalt: Es geht um den Schurken Gru, der den Mond stehlen möchte. Ein Herz scheint er zunächst nicht zu haben, letzten Endes machen drei Waisenkinder aber einen besseren Menschen aus ihm.

Anniks Urteil (Sohn 2,5 Jahre alt): Kam super bei uns an. Vor allem die kleinen gelben Minions sind der Renner beim Sohnemann, werden seither imitiert. Der finstere Gru war nicht bedrohlich. Szenen wie die, dass Gru in die Luft gesprengt wird, werden so gezeigt, dass kleine Kinder den Zusammenhang noch nicht verstehen und es sie daher nicht weiter irritiert. Der Film ist nicht zu schnell geschnitten. Es kommen Kinder im Film vor – großer Pluspunkt. Wird der Kinderfilm verstanden? Ziemlich. Es wird verstanden, dass der Mond gestohlen wird, und dass Gru gar nicht wirklich böse ist. Das reicht doch eigentlich. Fazit: Sehenswert. Auch für die Eltern, für die noch einige Witze eingebaut sind, die die Kleinen nicht verstehen (Bank of Evil – formerly known as Lehman Brothers).

Der ganz normale Wahnsinn

Ein Film, der folgendes sagen will: Sarah Jessica Parker ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, sie jettet in der Weltgeschichte rum und berät in Finanzfragen. Ihr neuer Kunde ist ein Typ gespielt von Pierce Brosnan, und da kommt dann das Klischee raus: Die Mama hat Läuse, kratzt sich ständig, ist total verplant und steht neben sich – und der Typ stellt ihr trotzdem hinterher. Obwohl sie mit einem braven Greg Kinnear-Heini verheiratet ist. Jedenfalls: Ein paar nette Momente hat der Film „Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum“ auf jeden Fall, und Eltern werden sich in der ein oder anderen Szene wiedererkennen. Der Rest ist leider zu sehr Hollywood.