Kinderfilm-Check: Elio

Immer wieder möchten wir Euch an dieser Stelle Kinderfilme vorstellen – und zwar so genau, damit Ihr genau wisst, ob das schon was für Eure Kinder ist oder nicht. Denn wie oft hat es uns selber gestört, wenn im Film ein derart übertriebener Bösewicht vorkam, dass die Kinder danach ein halbes Jahr lang nicht mehr ins Kino gehen wollten! Für die Eltern wird hier gespoilert – damit die Kinder ein schönes Kinoerlebnis haben. Los geht’s:

Diesmal haben wir uns „Elio“ angesehen (Amazon Affiliate-Link), einen Pixar-Film von 2025.

Inhalt: Elio ist ein Weltraumfan. Im All wird er von den Aliens als Anführer gesehen und muss sich behaupten. Und natürlich gibt es einen Bösewicht, dem das überhaupt nicht passt.

Länge: 1 Stunde 33 Minuten

Das Ende: Elio erkennt, dass er doch zu den Menschen auf der Erde gehört und zu seiner Tante. Die „Bösen“ entpuppen sich als gar nicht so böse. Und Elio findet einen Freund.

Unsere Einstufung: ab 8
Unsere Schulnote: 2

Die FSK gibt eine Alterseinstufung „6“.

Die Machart: Es ist ein kunterbunter Film mit lustigen Alien-Wesen und dennoch dem gewohnten Tiefgang der Pixar-Filme. Es gibt mal wieder Gut gegen Böse – und das Böse besteht aus eigentlich sehr harmlosen madenähnlichen Wesen, die in riesigen Rüstungen/Panzern stecken und rote Augen haben. Zwei Hauptthemen werden angepackt: Zum einen ist für die „Bösen“ Weichheit schlecht und Härte gut, das sei aus Tradition so, wird behauptet. Im Laufe des Filmes wird aber gezeigt, dass es gut ist, auch Sanftheit zu zeigen und sich dadurch durchaus auch mal verletzlich zu machen. Zweite Weisheit: Du bist einzigartig. Und Einzigartigkeit kann sich manchmal wie Alleinsein anfühlen. Aber du bist nicht allein. Und damit auch die grundlegende Frage der Menschheit: Sind wir allein da draußen?

Problematische Szenen für schwache Kinderseelen:

Tote Eltern/Trennung: Wie oft bei Disney/Pixar erfahren wir am Anfang, dass die Eltern von Elio gestorben sind. Er lebt bei seiner Tante Olga. Die ist komplett überfordert mit dem kleinen Jungen und will ihn in ein Internat schicken.

Streiche: Ein paar ältere Jungs wollen Elio nachts erschrecken (00:17:34) und setzen Alien-Masken auf. Es regnet. Elio flüchtet aus seinem Zelt und die Jungs verfolgen und fangen ihn.

Bösewicht: Ein Bösewicht taucht auf (00:28:08), es ist ein großes, dunkles Wesen. Feuerblitze sind in seiner Nähe. Er will das Universum zerstören.

Entführung: Elio wird an Bord des feindlichen Raumschiffes gesaugt und eingesperrt – in eine Zelle in dem auch ein Skelett liegt.

Spinnennetz: Elio klebt in einer Art Spinnennetz (00:41:15) und ein Wesen mit vielen Zähnen verpuppt ihn. Die Szene ist allerdings schnell vorbei, das Wesen entpuppt sich als nette Seidenraupe (oder etwas ähnliches). Die beiden freunden sich an.

Doppelgänger/Klon: Die Tante merkt, dass Elio ein Klon ist, er hat unter dem Augenpflaster kein Auge. Der Schwindel fliegt also auf.

Zerstörung: Die Bösen zerstören Teile des Universums und bedrohen Wesen.

Meer: Elio fällt nachts ins Meer.

Zombie: Elios Klon zerfließt und kompostiert sich, das sieht recht gruselig aus, ist aber auch schnell vorbei.

Rasanter Flug: Sie (Elio und der Raupen-Junge) fliegen mit einem kleinen Raumschiff durch ein Trümmerfeld, es gibt einen Treffer und roter Alarm wird ausgelöst. Das Schutzschild sinkt unter 23 %, es gibt einen Hilferuf und dann wird es schwarz.

Der Trailer:

Kinderfilm-Check: Ratatouille

Immer wieder möchten wir Euch an dieser Stelle Kinderfilme vorstellen – und zwar so genau, damit Ihr genau wisst, ob das schon was für Eure Kinder ist oder nicht. Denn wie oft hat es uns selber gestört, wenn im Film ein derart übertriebener Bösewicht vorkam, dass die Kinder danach ein halbes Jahr lang nicht mehr ins Kino gehen wollten! Für die Eltern wird hier gespoilert – damit die Kinder ein schönes Kinoerlebnis haben.

Diesmal: „Ratatouille“, ein animierter Film von Disney/Pixar von 2007.

Inhalt: Es geht um Remy, eine Ratte der anderen Art. Anstatt Müll zu fressen wie die Artgenossen, ist Remy ein wahrer Gourmet. Im Laufe des Films wird er zusammen mit einem ungelenken Küchenburschen ein herausragend guter Koch, indem er sich unter dessen Mütze versteckt und ihn wie eine Marionette steuert. Remy kämpft gegen die Vorurteile der Menschen und der anderen Ratten für seinen Traum, Koch zu werden.

Das Ende: Natürlich gibt es ein Happy End. Der tollpatschige Küchenbursche entpuppt sich am Ende als reicher Erbe des Lokals und macht dann ein eigenes Restaurant auf. Dort darf Remy (heimlich aber exzellent) kochen.

Unsere Einstufung: Der Film ist ab 6 Jahren geeignet.
Unsere Schulnote: 1

Die FSK gibt eine Alterseinstufung „0“.

Problematische Szenen für schwache Kinderseelen: Remys Vater zeigt seinem Sohn zur Abschreckung das Schaufenster eines Kammerjägers, in dem tote Ratten hängen, die von Fallen geköpft wurden. Es gibt mehrere rasante Verfolgungsszenen, wenn Menschen Remy fangen oder töten wollen – natürlich entkommt er jedes Mal, wenn auch knapp.

Die Machart: Der Film ist sehr liebevoll gemacht, mit vielen schönen Details. Natürlich spielt er in Paris, der Stadt des guten Essens. Den Kindern wird das Kochen nähergebracht und der Genuss von Essen. Ansonsten ist es die typische Botschaft: Du kannst alles werden, was Du willst.

Der Trailer:

Kinderfilm-Check: Toy Story

Immer wieder möchten wir Euch an dieser Stelle Kinderfilme vorstellen – und zwar so genau, damit Ihr genau wisst, ob das schon was für Eure Kinder ist oder nicht. Denn wie oft hat es uns selber gestört, wenn im Film ein derart übertriebener Bösewicht vorkam, dass die Kinder danach ein halbes Jahr lang nicht mehr ins Kino gehen wollten! Für die Eltern wird hier gespoilert – damit die Kinder ein schönes Kinoerlebnis haben.

Diesmal: „Toy Story“, mittlerweile ein Klassiker, denn es ist der erste abendfüllende computeranimierte Film, der es ins Kino geschafft hat. Er stammt aus der für beste Kinderfilme bekannten Pixar-Schmiede und bekam einen Drehbuch-Oscar.

Inhalt: Haben wir uns nicht schon immer gefragt, was mit Spielzeug passiert, wenn wir nicht hinschauen? Das ist der Inhalt von „Toy Story“: Immer wenn der kleine Andy nicht in seinem Kinderzimmer ist, werden seine Spielzeuge lebendig. Die Hauptfiguren: Woody ist ein Cowboy und das Lieblingsspielzeug des kleinen Jungen. Es wird allerdings von einem Astronauten namens Buzz Lightyear verdrängt, weil der natürlich cooler ist als ein Cowboy. Wird Woody es trotzdem schaffen, nicht im Mülleimer zu landen oder zu verstauben?

Das Ende: Natürlich ein Happy End. Die Konkurrenten Buzz und Woody werden Freunde und kämpfen von nun an gemeinsam für ihr Ziel.

Unsere Einstufung: Der Film ist ab 7 Jahren geeignet.
Unsere Schulnote: 2

Die FSK gibt eine Alterseinstufung „0“.

Problematische Szenen für schwache Kinderseelen: Ein Spielzeugsoldat wird vom Nachbarsjungen mit einem Böller gesprengt. Buzz fällt aus dem Fenster. Ein Laster fährt fast über Woody. Der Nachbarsjunge Syd ist grausam, er foltert Spielzeuge und setzt sie wie Monster neu zusammen (Puppenkopf kahlrasiert auf Spinnenbeinen). Im Nachbarhaus wohnt ein Kampfhund mit spitzen Zähnen, der die Spielzeuge mehrfach verfolgt. Buzz stürzt bei einem Flugversuch ab.

Die Machart: 1996 als erster computeranimierter Langfilm im Kino ist Toy Story immer noch gut anzusehen – obwohl die Technik heute natürlich viel weiter ist. Die Kinder wirken unecht, aber die Spielzeuge dürfen es natürlich sein.

Der Trailer:

KW 22 – Die Monster-Uni und das Kinderkrankenhaus

DIE_MONSTER_UNI_HauptplakatWir haben keine Kosten und Mühen gescheut und das große Opfer gebracht, uns für Euch den neuen Disney-Pixar-Film „Die Monster-Uni“ anzuschauen (FSK 6). Was wir davon halten, hört Ihr in dieser Episode. Der Merchandising-Wahnsinn hat übrigens schon längst vor Filmstart begonnen. Und bleibt bis zum Ende sitzen, nach dem Abspann gibt’s noch eine Zusatzszene. Für die Zukunft könnt Ihr Euch die App Anything After -The Movie Credits Stinger App herunterladen, da seht Ihr dann immer, wann es sich lohnt, im Kino sitzenzubleiben. Und diese App verrät Euch, wann Ihr im Film auf’s Klo gehen könnt, ohne was zu verpassen. Hier noch der Link zur BBC über das geänderte chinesische Ende von „Iron Man 3“. Welchen Film habt Ihr zuerst mit Eurem Nachwuchs im Kino gesehen? Gebt uns Tipps für kindertaugliche Kinofilme!

Wir empfehlen Euch in Sachen Medienkompetenz ganz dringend das Buch „Netzgemüse“ von Johnny und Tanja Häusler. Es zeigt, wie man einen sehr vernünftigen und entspannten Internet-Umgang mit Teenagern und Kindern bewältigen kann. Ganz ohne Panikmachen. Einfach gut. Einen sehenswerten Rant der beiden Autoren gab es auf der re:publica 2013:

Olli’s App-Empfehlung ist „Nicolas‘ Garden“, eine Anwendung mit leckeren Kochtipps für Kinder. Gibt’s auch auf einer Internetseite.

Zum Schluss gibt es ein Interview mit der wunderbaren Kinderkrankenschwester Diana. Hier noch das angesprochene Interview mit der Palliativmedizinerin Monika Führer.

Episode hier herunterladen oder gleich anhören:

[audio:https://kinderwahnsinn.com/audio/kw22.mp3]