Geschenke einpacken mit Packpapier

Na super – Geschenke einpacken an einem Sonntag, und kein Geschenkpapier mehr zur Hand. Nur noch Packpapier. Also schnell improvisieren und doch noch etwas Nettes daraus machen! Bei uns gab’s drei Varianten:

1. Knopf
Dafür ein dünnes Band um das Geschenk binden und mit einem Knopf fixieren. Etwas frickelig, sieht aber süß aus.

2. Tonpapier
Aus Tonpapier verschiedene Formen ausschneiden, zum Beispiel Blumen, und aufkleben.

3. Wimpelkette
An einen Faden kleine Wimpel kleben. Ganz einfach: Buntes Papier einmal falten, dann am Falz entlang Dreiecke ausschneiden, so dass die dicke Seite des Wimpel der Falz ist. Dann um den Bindfaden legen und ankleben.

Feuerwerk-Bilder basteln

Mal- und Bastelprojekte für ungeduldige Kinder sind ein Problem: Klappt etwas nicht so, wie sie es sich vorstellen, verlieren sie schnell die Lust. Diese Idee fällt unter die Rubrik „Basteln mit Klorollen“ – das Ergebnis kann sich sehenlassen und ist auch ein gutes Geschenk für Mama, Papa, Oma oder Opa.

Wir haben das Feuerwerk-Bild nach dem Silvester-Feuerwerk in Angriff genommen – da war die Begeisterung noch frisch.

Gebraucht wird: Schwarzes Tonpapier, Klorollen, Farbe (Acryl oder Fingerfarbe, irgendwas Flüssiges, das gut deckt!) eine Schere und eventuell Pinsel. Und wie immer bei solchen Arbeiten natürlich Zeitungspapier oder ähnliches, um den Arbeitsplatz zu verschonen. Falls Euch die Kleidung Eures Kindes sehr am Herzen liegt, bitte auch eine Malschürze oder ähnliches anziehen. Bei uns braucht’s das nicht – die meisten Farben sind auswaschbar, und wenn nicht, dann eben nicht.

Vorbereitung: Auf etwas Alufolie oder einen Pappteller wird ausreichend Farbe gegossen (wenn es mehrere Kinder machen, sonst reicht es auch, die Klorolle mit dem Pinsel anzumalen). Der Klecks soll auf jeden Fall so groß sein, dass die Klorollen-Arme alle etwas von der Farbe abbekommen.

Dann wird eine Klorolle ungefähr zu einem Drittel mit der Schere eingeschnitten, bis sie aussieht wie ein Krake. Die „Arme“ werden dann leicht weggebogen, damit es leichter ist, sie einzutauchen. Achtung: Für jede Farbe eine eigene Rolle verwenden, dann werden die Farben strahlender und vermischen nicht!

Jetzt geht’s los: Die Klorolle in die erste Farbe tauchen – dabei darauf achten, dass alle „Krakenarme“ mit Farbe bedeckt sind – es aber nicht tropft! Wenn nötig mit einem Pinsel nachhelfen. Dann die Klorolle wie einen Stempel auf das Tonpapier drücken (oder vorher nochmal auf Zeitungspapier ausprobieren).

Das Bild jetzt etwas trocknen lassen, bevor mit der zweiten Farbe leicht versetzt drübergegangen wird. Wer möchte, kann noch etwas Glitzer drüberstreuen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Fertig!

Der perfekte Kinderkuchen – Backen für Kinder

Gastbeitrag von Bettina Sonnenschein, Back-Bloggerin von „Back ihm was Gscheits“

Vor geraumer Weile hat mich Annik gefragt, ob ich Lust hätte, einen Gastbeitrag für ihren Blog zu schreiben. Ich hatte ihr erzählt, dass ich ja gern für all die Eltern da draußen backen würde, die selbst keine Lust oder kein Talent dafür haben, aber trotzdem dauernd irgendwo irgendwas abliefern müssen. Und für die es darum in erster Linie schnell und einfach gehen muss.

Was mir dazu eingefallen ist? Gibt es heute hier und natürlich im Blog „Back ihm was Gscheits“.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich schon bald meine Zweifel bekam: Will ich wirklich und wahrhaftig für all die Eltern da draußen backen, die keine Lust oder kein Talent haben? Wahrscheinlich eher nicht…

Warum? Weil Kuchen, den Kinder mögen, nicht gerade meinen Ansprüchen genügt. Kinder, so ergab jedenfalls meine Feldforschung, wollen es schlicht und bunt. Mit bunt könnte ich ja leben. Aber schlicht fällt mir wirklich schwer.

„Denk doch dran, welchen Kuchen du als Kind gern gegessen hast“, sagen die Mütter um mich herum. Aber so funktioniert das eben nicht! Den obligatorischen Kinder-Marmorkuchen mit Smarties der 70er Jahre fand ich schon mit fünf nicht so den Hammer. Ich wollte auch nie Erdbeer- oder Zitroneneis. Bei mir durfte es von Anbeginn an cremig, sahnig und mit viel Karamell sein. Wenn andere Kinder eine Kugel Schlumpfeis bestellten, wollte ich Nougat, Kokos, oder Praliné. Immer und immer wünschte ich mir zum Geburtstag eine Schokoladentorte, jawohl, TORTE! Immer und immer suchte mich Mutter zu überzeugen, dass man im Hochsommer vielleicht lieber was mit Obst…

Aber ich schweife ab. Natürlich wollte ich mir selbst den Beweis erbringen, dass ich sehr wohl die Bedürfnisse backunfreudiger Mütter, mit Zeitknappheit kämpfender Väter und unkundiger Kindergeschmacksknospen bedienen kann. Vereint in einem Kuchen.

Das erste Bild verrät dabei natürlich schon, dass ich es mit der Schlichtheit nicht ganz so genau genommen habe. Aber das hat durchaus seinen Grund. Was ich damit zeigen will ist: Auf diesen Kuchenteig lässt sich so ziemlich alles legen, was gerade da ist. Was das Kind bevorzugt. Es mag Schoko? Es kriegt Schoko! Es liebt Orangenmarmelade? Es kriegt Orangenmarmelade … Okay, ich weiß, unwahrscheinlich …

Es handelt sich um den von mir schon mehrfach beschriebenen Double Crumble mit Aprikose, über den ich hier und hier geschrieben habe, und dessen Rezept der „Lecker Bakery“ zu verdanken ist. Das Ganze ist dermaßen simpel, das bekommt – versprochen – wirklich jeder hin.

Da werden mehr oder weniger nur Mehl und Zucker vermischt, flüssige Butter reingekippt und schon sind sowohl Boden als auch Deckel vorbereitet. Zwei Drittel des Teigs kann man mit roher Gewalt – oder technischen Hilfsmitteln – auf ein Blech patschen. Das andere Drittel kommt als Streusel oben drüber.

Dazwischen, und das ist, worauf ich hinaus will, muss nicht zwingend Aprikosenmarmelade sein. Dazwischen geht alles. Schokocrème, Erdnussbutter mit Jelly-Klecksen, Schokolinsen, Nüsse, Mandeln…

Ich habe versuchshalber fünf verschiedene Füllungen ausprobiert: Die ursprüngliche und mehrfach bewährte Aprikosengeschichte. Es folgte eine Bahn mit selbstgemachtem Karamellaufstrich (Der, der mal ein Bonbon werden sollte.) inklusive ein paar Schokostreuseln. Dann Erdbeermarmelade mit Mini-Marshmallows. (Diese am besten klingende Variante, war allerdings nach dem Backen auch die, die am wenigsten zu erkennen war. Die Marshmallows plustern sich erst auf, bräunen und dann schmelzen sie einfach so weg. Man könnte das nochmal versuchen und sie einfach erst kurz vor Ende der Backzeit aufstreuen. Auch eine S’mors-Variante ist da denkbar.)

Danach kam eine Runde Schokoaufstrich mit bunten Sternen. Und schließlich eine sogenannte Cookie-Butter, die noch in der Vorratskammer war und deren überragenden Geschmack ich dank des Versuchs nun auch kenne. Weil ich das zuvor noch nicht wusste, habe ich sie mit zerkrümelten Karamellbonbons bekleckert. Das hätte sie nicht nötig gehabt. Aber zur Zeit bröckelt man ja gern allerlei Schokoriegel über Kuchen – da wollte ich nicht nachstehen.

Auch den Beweis, dass sich das so nebenher machen lässt, wenn eigentlich Abendessen gekocht werden soll und die Kinder schreien, wollte ich erbringen. Gut, schreiende Kinder waren jetzt gerade nicht zur Hand, aber während die Butter schmolz habe ich gleichzeitig Nudelwasser erwärmt, Mehl und Zucker abgewogen und gemischt und ein Tomatenpesto hergestellt. In einem kurzen Krisenmoment mit schrillendem Küchenwecker war dann die Entscheidung zu treffen: Erst die Pasta aus dem Wasser oder die Butter in den Teig? Die Pasta hat gewonnen, auch weil sowieso zunächst der geröstete Blumenkohl aus dem Ofen musste, bevor ich das Blech einschieben konnte.

Ich gebe zu: Das Chaos war groß, Parmesan und Schokolade kamen sich mitunter bedenklich nahe, der Gummischaber war dann auch irgendwann im Nudeltopf. Aber: Machbar. Wenn es darum geht, den Teig aufs Blech zu kriegen, könnte man Kinder eigentlich auch gleich mitmachen lassen. Die hätten bestimmt viel Spaß am Draufklatschen.

Kurzum: Auch wenn ich vielleicht nicht der Typ für den ganz klassischen Kinderkuchen bin – langsam lerne ich dieses Rezept richtig zu schätzen. Dass mir – zumindest die Erwachsenen – das Teil jedes Mal fast schon aus den Händen reißen, spricht ja auch irgendwie für sich. Und aus Kindern werden eines Tages Erwachsene. Man kann ja schon mal anfangen, sie daran zu gewöhnen.

(Falls sich jemand daran versucht, würde ich mich übrigens freuen zu erfahren, ob es funktioniert, sowohl in der Herstellung als auch am Kindergaumen. Oder ob ich komplett daneben liege.)

Annik sagt: Wird bald ausprobiert, dann folgt der Bericht. Eine Idee hatte ich beim Lesen: So ein Kuchen eignet sich natürlich auch perfekt dazu, ihn mit den Kindern zusammen zu „belegen“. Macht bei Pizza Spaß, ist bei Kuchen sicher auch nicht verkehrt.

Habt Ihr noch perfekte Kuchenrezepte, die auch Backanfängern gelingen und Kindern schmecken? Dann immer her damit! 

Medizinbox (Pill Box) für Kinder

Ich weiß ja nicht, ob Eure Kinder täglich Medizin nehmen müssen – ich hoffe es nicht. Falls doch ist die Frage: Was tun, damit man’s nicht vergisst? Da muss natürlich Ordnung her. Alles, was es in dieser Art zu kaufen gibt, ist aber hässlich. Also haben wir was selber gebastelt. Wie’s geht, erfahrt Ihr unten. Wir haben übrigens den Deckel abgeschnitten – nur so als Tipp.

Damit das Pillennehmen nicht nervt, sind am Montag übrigens das Taschengeld und ein paar Medientaler mit drin und am Sonntag eine kleine Süßigkeit als Belohnung.

Als Anleitung diente dieses Video hier:

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Mit 4 Kindern 6 Monate nach Neuseeland

Alexandra Hessler, abenteuerliche Mama von 4 Kindern

Ein Gastbeitrag von Alexandra Hessler – mehr zu ihrem Auslands-Abenteuer im Blog „See New Land“

Wie man es schafft, auch nach der Elternzeit noch mit Kindern in der Welt herumzukommen

Wir sind gerade für ein halbes Jahr am anderen Ende der Welt, in Nelson, Neuseeland. Mit Kindern. Die alle schulpflichtig sind. Wir treffen hier immer wieder Leute aus Deutschland, die die Elternzeit für eine größere Rundreise z.B. mit dem Wohnmobil nutzen und sich so mehr als einen Monat Zeit für dieses schöne, aber große und teilweise sehr weitläufige Land nehmen können.

(Mehr zum Thema Neuseeland mit Kind gibt es z.B. bei den Weltwunderern)

Und natürlich treffen unsere beiden großen Kinder auf dem College viele „Internationals“, also Schüler/innen, die mit einer Organisation ein Auslandsschuljahr machen. Mehr dazu hier.

Beides sind relativ gängige Modelle, mit Kindern zu reisen, bzw. die eigenen Kinder auf Reisen zu schicken. Es gibt jede Menge Berichte über die unterschiedlichen Kinder-Welt- Reisen, die viele praktische Infos bieten – wie z.B. in diesen Blogs:

http://planethibbel.com/
http://aroundtheworldticket.de/family/
http://www.weltreise-mit- kind.de/

Auch die Presse berichtet immer wieder:

https://www.welt.de/reise/article117233831/Mit-Baby- auf-Weltreise- ist-das- irre-oder- mutig.html

Das große Packen: Generalstabsmäßig wurde geplant, was mitdarf und was nicht

Aber beides – also Familienauszeit mit Auslandsschuljahr – zu verbinden scheint ungewöhnlich zu sein! Dabei ist es gar nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn anders als bei Elternzeit oder Auslandsaufenthalt nach einem Ausbildungsabschnitt haben wir unsere Auszeit von einem funktionierenden Alltag aus organisiert, und uns Zeit dafür genommen. Es drängte ja nichts, es gab keine „Zeitfenster“ für uns wie es etwa die Elternzeit darstellt. Man hat in unserem Alter (mit Mitte Vierzig, Anfang Fünfzig) andere Ressourcen zur Verfügung und ist insgesamt vielleicht gelassener, als wenn man einen längeren Auslandsaufenthalt als Zwischenstation in Phasen eines Umbruchs vorhat, wie ihn Kinderkriegen oder Ausbildungsabschnitte darstellen.

Kein Spaß: So eine Flugreise nach Neuseeland dauert eine Ewigkeit

Natürlich stellte sich die Frage, warum wir unseren gut durchorganisieren, eingespielten Alltag für eine Zeitlang aufgeben wollen – aber es war eben genau das: wir wollten das „Funktionieren“ einfach einmal in Frage stellen, und das „das geht doch in eurer Situation gar nicht“. Jetzt nach fast zwei Monaten können wir aus voller Überzeugung sagen: es geht, und es ist großartig!

Viele vermeintliche Nachteile, entpuppen sich nämlich bei genauerem Hinsehen als Vorteile:

– Beide Eltern haben Jobs, die nicht einfach „weg“ sind, wenn wir eine Auszeit nehmen, da wir sie schon eine Weile machen, und eine gewisse Gelassenheit hinsichtlich unserer Erwerbsarbeit entwickelt haben

– Wir haben nicht nur ein bestimmtes Zeitfenster wie z.B. während der Elternzeit zur Verfügung, sondern können unsere Auszeit dann nehmen, wenn es für uns passt

– Wir haben Zeit für die Planung unserer Auszeit, können Geld dafür sparen und einen günstigen Zeitpunkt wählen (den es wie ja auch beim Kinderkriegen selbst nie wirklich gibt 😉

– Wir haben schon viele Dinge, und können uns von der Verwandtschaft anstatt praktischer (Erst)Ausstattung für die Kinder zu sämtlichen Geburtstagen und Weihnachten Zuschüsse zu unserem Abenteuer wünschen

– Wir sind in einem Alter, wo wir ziemlich genau wissen, was wir gerne mögen, und von daher nicht mehr so im „Entdeckerzwang“ – aber natürlich trotzdem abenteuerlustig 😉

Palmen im Vorgarten – es hat sich gelohnt!

Und so sind wir nun seit fast zwei Monaten in Nelson, Neuseeland zu Hause. Es ist wirklich ein tolles Land, voller wunderschöner Natur und freundlicher Menschen, die einem das Ankommen leichtmachen. Da wir ja eben mit Kindern hier sind, die in die Schule müssen, ist Schule ein entscheidender Aspekt unseres Aufenthalts. Und ist für uns auch immer wieder Anlass zur Überlegung, wie wir zum Thema Auswandern stehen… Dazu beim nächsten Mal mehr!

Weltreisende mit kleinen Kindern:

http://www.spiegel.de/thema/4_um_die_welt/
https://www.welt.de/vermischtes/article154751920/Wie-eine- Dauer-Weltreise- mit-fuenf- Kindern-funktioniert.html
https://familiebaueraufweltreise.com/

Bericht über Weltreisen inkl. potentieller Kritik:

https://www.welt.de/reise/article117233831/Mit-Baby- auf-Weltreise- ist-das- irre-oder- mutig.html